Die Voraussetzungen für den Boots­führer­schein

In diesem Artikel erklären wir, was die Voraussetzungen für die einzelnen Boots­führer­scheine sind. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für die Boots­führer­scheine gehören das Alter und die Zuverlässigkeit, der Gesundheitszustand, ausreichende finanzielle Mittel und das Bestehen der Prüfungen.

Inhalt

  • Voraussetzung 1: Mindestalter und Zuverlässigkeit
  • Voraussetzung 2: Körperliche Gesundheit
  • Voraussetzung 3: Kosten
  • Voraussetzung 4: Lehrgang und Prüfung
  • Das Wichtigste in Kürze
  • Weitere Informationen

Voraussetzung 1: Mindestalter und Zuverlässigkeit

Sport­boot­führer­scheine

Es gibt in Deutschland im Wassersportbereich zwei Sport­boot­führer­scheine: Den SBF-Binnen für Binnengewässer und den SBF-See für Küstengewässer. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen den beiden Sport­boot­führer­scheine finden Sie in unserem Artikel Sport­boot­führer­schein-Binnen und -See: Unterschiede.

Die beiden Sport­boot­führer­scheine SBF-Binnen und SBF-See haben grundsätzlich die gleichen Voraussetzungen. Dazu gehört bei beiden Scheinen ein Mindestalter von 16 Jahren (SBF-Binnen unter Segel: 14 Jahre).

Volljährige Personen müssen zudem mit einem KFZ-Führerschein oder einem Führungszeugnis ihre Zuverlässigkeit nachweisen. Wer volljährig ist und keinen KFZ-Führerschein besitzt, muss ein Führungszeugnis der Belegart O. beim Prüfungsausschuss einreichen. Dieses kann bei der Meldebehörde angefordert werden und wird von dieser an den zuständigen Prüfungsausschuss weitergeleitet.

Die Prüfung für den Sport­boot­führer­schein wird bei einem Prüfungsausschuss des Deutschen Segler-Verbands (DSV) oder einem Prüfungsausschuss des Deutschen Motoryachtverbands (DMYV) abgelegt.

Bodenseeschifferpatent

Das Boden­see­schiffer­patent wird benötigt, um auf dem Bodensee Motorboote mit mehr als 6 PS und Segelboote mit mehr als 12 m2 Segelfläche zu führen.

Auch beim Bodenseeschifferpatent wird unterschieden, ob man dieses unter Motor oder unter Segel erlangen möchte. Für das BSP unter Motor (Kat. A) ist ein Mindestalter von 18 Jahren und für das BSP unter Segel (Kat. D) ist ein Mindestalter von 14 Jahren vorgeschrieben.

Wie bei den Sport­boot­führer­scheinen ist es für das Bodenseeschifferpatent vorausgesetzt, dass man ein Führungszeugnis oder einen KFZ-Führerschein einreicht, um die persönliche Zuverlässigkeit nachzuweisen.

Die Prüfung für das Bodenseeschifferpatent wird bei einem Prüfungsausschuss der Landkreise Konstanz, Bodenseekreis oder Lindau abgelegt.

Funkscheine

UBI (UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk) und SRC (Beschränkt Gültiges Funkbetriebszeugnis)

Inhaber des UBI bzw. des SRC sind dazu berechtigt, ein Boot zu führen, in dem eine Ultrakurzwellen-Sprechfunkanlage verbaut ist. Die beiden Scheine unterscheiden sich in ihrem Geltungsbereich. Das UBI wird für Binnengewässer benötigt, das SRC für Küstengewässer.

Das UBI und das SRC haben mit dem Mindestalter von 15 Jahren dieselbe Voraussetzung. Man darf bei beiden bereits mit einem Alter von 14 Jahren und 9 Monaten die Prüfung absolvieren und ab 15 Jahren mit dem Funken beginnen.

LRC (Allgemein Gültiges Funkbetriebszeugnis)

Inhaber des LRC sind dazu berechtigt, ein Boot mit einer Kurzwellen/Grenzwellen-Funkanlage oder einem Satelliten-Terminal zu führen. Das LRC baut auf dem SRC auf und ermöglicht die Nutzung von Seefunkdiensten mit größerer Reichweite als die des Ultrakurzwellenfunks.

Für das LRC muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Man darf die Prüfung aber auch hier bereits drei Monate vor dem Erreichen des Mindestalters, mit 17 Jahren und 9 Monaten, ablegen.

Fachkundenachweis für Seenotsignalmittel

Für den FKN (Fachkundenachweis für Seenotsignalmittel) ist ein Mindestalter von 16 Jahren erforderlich. Außerdem muss man dafür bereits einen Befähigungsnachweis zum Führen von Sportbooten besitzen (z. B. den SBF-Binnen oder den SBF-See).

Voraussetzung 2: Körperliche Gesundheit

Eine weitere Voraussetzung für das Erlangen eines Bootsführerscheins ist ein ausreichender Gesundheitszustand. Dieser wird bei einem ärztlichen Untersuch nachgewiesen, bei dem die Sehfähigkeit, das Gehör und die allgemeine Gesundheit getestet wird. Bei bestandenem Test erhält man ein ärztliches Attest, das man bei der Anmeldung beim Prüfungsausschuss einreicht.

Bei der Untersuchung der Sehfähigkeit wird mit einer Sehtafel die Sehschärfe getestet. Dieser Test kann auch mit einer Sehhilfe (Brille, Kontaktlinsen, etc.) absolviert werden. Zudem wird das Farbsehen getestet.

Ein weiterer Teil der Untersuchung ist der Hörtest, bei dem eine medizinische Fachperson oder ein Hörgeräteakustiker aus drei Meter Entfernung und aus fünf Meter Entfernung zu Ihnen spricht. Mit drei Meter Entfernung müssen Sie mit einem zugehaltenen Ohr möglichst viel verstehen, mit fünf Meter Entfernung mit zwei offenen Ohren. Dieser Test kann auch mit einem Hörgerät absolviert werden.

Haben Sie diese Tests bestanden, erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin ein Attest, das Ihre Tauglichkeit für den Boots­führer­schein nachweist. Dieses Attest müssen Sie beim DSV oder DMYV mit der Anmeldung bis spätestens eine Woche vor der Prüfung einreichen.

Voraussetzung 3: Kosten

Zu den bereits genannten Voraussetzungen kommen die Kosten für das Erwerben der unterschiedlichen Boots­führer­scheine dazu.

Preise finden Sie auf unserer Kurs-Seite.

Voraussetzung 4: Lehrgang und Prüfung

Neben den körperlichen Voraussetzungen und den Kosten ist das Bestehen der Prüfungen natürlich ebenfalls eine Voraussetzung für das Erlangen der Boots­führer­scheine.

Das Wichtigste in Kürze

Die vier Voraussetzungen für einen Boots­führer­schein sind:

• Mindestalter und Zuverlässigkeit

• Körperliche Gesundheit

• Ausreichende finanzielle Mittel

• Absolvieren eines Lehrgangs und Bestehen der Prüfung

Weitere Informationen

Auf unserer Webseite wassersport-erkelenz.de finden Sie weitere Informationen zu den Boots­führer­scheinen.

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