Boden­see­schiffer­patent

Die drei Anreinerstaaten Deutschland, Österreich und die Schweiz haben sich darauf geeinigt, dass auf dem Bodensee zum Führen eines Bootes mit mehr als 6 PS (Motor) oder 12 m2 Segelfläche (Segelboot) ein zusätzliches Fähigkeitszeugnis benötigt wird: das Boden­see­schiffer­patent.

Es reicht also nicht, wenn Sie den SBF-Binnen besitzen, um auf dem Bodensee ein Boot mit mehr als 6 PS oder 12 m2 Segelfläche zu führen, sondern Sie benötigen zusätzlich das Boden­see­schiffer­patent.

Wenn Sie bereits das Boden­see­schiffer­patent besitzen, erhalten Sie gegen eine Gebühr ohne zusätzliche Prüfung den SBF-Binnen. Wenn Sie hingegen erst den SBF-Binnen besitzen, müssen Sie eine zusätzliche Prüfung absolvieren, um das Boden­see­schiffer­patent zu erlangen.

Das Ferienpatent

Für maximal einen Monat pro Jahr kann man sich als Inhaber des SBF-Binnen, des SBF-See oder des Sportküstenschifferscheins durch ein Schifffahrtsamt am Bodensee gegen eine kleine Gebühr das sogenannte „Ferienpatent“ ausstellen lassen. Während der einmonatigen Gültigkeit des Ferienpatents darf man auf dem Bodensee ein Boot führen, obwohl man das Boden­see­schiffer­patent nicht besitzt. Dieses Angebot richtet sich vor allem an Touristen, die einmal (pro Jahr) am Bodensee Urlaub machen und dabei ein Boot führen wollen, ohne gleich die Prüfung zum Boden­see­schiffer­patent ablegen zu müssen.

Voraussetzungen

Das Boden­see­schiffer­patent gibt es unter Motor und unter Segel. Für beide Varianten des Schifferpatents ist eine theoretische und eine praktische Prüfung abzulegen. Das Mindestalter für das Boden­see­schiffer­patent unter Motor beträgt 18 Jahre und für das Boden­see­schiffer­patent unter Segeln14 Jahre.

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